Obwohl der Name Calthorpe in manchen Ländern einen ausgesprochenen guten Ruf hatte findet man heute sehr wenig zu dieser Firma.

Begonnen hatte das Unternehmen mit Fahrrädern in Birmingham. 1890 eröffnete  W. Hands mit einem Fahrradgeschäft in Bordslay, einem Gebiet südöstlich vom damaligen Zentrum Birminghams.

1910 beschäftigte sich Calthorpe erstmalig mit Motorrädern, um im darauf folgenden Jahr mit einer Serien-Produktion zu beginnen. Als „Neueinsteiger“ in diesem sich rasch entwickelnden Markt kamen Anfangs Motoren verschiedene Hersteller zum Einsatz. Vor dem ersten Weltkrieg vornehmlich Precision- und JAP-Motoren, später auch Blackburne und Villiers.

Seit 1912 erfolgte die Motorradproduktion in der Barn Street. Im ersten Weltkrieg wurden auch Handgranaten der Serie MK 5 hergestellt.

In den 20-er Jahren konstruierte Calthorpe eigene Motoren, u.a. das  ohc-Modell G1. Der Verkauf dieses Modells erfolgte eher schleppend, so dass über mehrere Jahre dieses Modell wenig modifiziert angeboten wurde. Den Höhepunkt erlebte Calthorpe mit der bekannten Modellreihe „Ivory“. Mit dieser für damalige Verhältnisse auffallenden Farbgebung und dem modernen Konzept einer abgestimmten Produktreihe vom 250 ccm Einstiegsmodell bis zur 500 ccm Super Sport erzielet man die größten Erfolge.

1938 führten wirtschaftliche Schwierigkeiten zum Konkurs. Mehrere „Wiederbelebungsversuche“  verschiedene Investoren scheiterten, so dass Calthorpe gänzlich vom Markt verschwand. (vgl. auch P. Collins, Britische Motorradmarken)

 

 

 

 

Handgranate MK 5 aus der Kiegsproduktion Brief aus der Barn Street